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Sport und Kultur

Engagement für ein vielfältiges Sport- und
Kulturangebot

Wichtige Betätigungsfelder des Ehrenamts sind das kulturelle Vereinsleben und der Sport. Die vielen ehrenamtlich organisierten Vereine, Chöre, Theatergruppen und Kulturfestivals schaffen eine breite Palette kultureller Angebote für Menschen aller Altersgruppen. Sportvereine bieten für Millionen von Menschen eine sinnvolle und gesunde Freizeitbeschäftigung. Das Engagement dieser Gruppen vermittelt Teamgeist, Solidarität und soziale Kompetenzen – Haltungen und Einstellungen, die für unser Zusammenleben unverzichtbar sind.

Andreas Stoch MdL
Minister für Kultus, Jugend und Sport
Andreas Stoch MdL
 
Ehrenamtliches Engagement habe ich persönlich immer als sehr bereichernd empfunden. Als aktiver Sportler und später als Basketball-Trainer war ich Teil der „Familie“ der Ehrenamtlichen. Wer sich ehrenamtlich engagiert, nimmt das „Wir“ wichtiger als das „Ich“.

Bilder zur Preisverleihung 2015

 
 
 
 
 
 

Sport und Kultur

 
 
1. Platz
 

Chorprojekt im Knast, Karlsruhe

 
Ein „gemischter Chor“ im Knast. Es mischen sich Männer von drinnen mit Männern und Frauen von draußen, Junge und Alte, Singerfahrene, die die Töne treffen und Menschen, die den richtigen Ton noch suchen. Acht Ehrenamtliche kommen seit über zehn Jahren jede Woche von „draußen“, um mit Gefangenen in der Untersuchungshaft zu singen. Die Leitung hat ein erfahrener Kirchenmusiker.Mehr

Ein „gemischter Chor“ im Knast. Es mischen sich Männer von drinnen mit Männern und Frauen von draußen, Junge und Alte, Singerfahrene, die die Töne treffen und Menschen, die den richtigen Ton noch suchen. Acht Ehrenamtliche kommen seit über zehn Jahren jede Woche von „draußen“, um mit Gefangenen in der Untersuchungshaft zu singen. Die Leitung hat ein erfahrener Kirchenmusiker. Im Knast zu singen ist für Inhaftierte zunächst nicht cool. Trotzdem kommen jede Woche bis zu zehn Inhaftierte regelmäßig in den Chor. Die Sänger nehmen ihren Atem wahr, erfahren ihre Stimme, fühlen Klänge, hören aufeinander und singen mit Leib und Seele. Jeder bringt seine Fähigkeiten ein. Mancher entdeckt zum ersten Mal, dass er singen kann. Andere improvisieren mit Cajón oder Gitarre. Die Musik bringt vergessene oder neue Seiten zum Klingen. Die Begegnungen sind den Gefangenen wichtig. Durch den Chor wird die Eintönigkeit des Alltags sinnvoll unterbrochen. Die Inhaftierten erfahren Wertschätzung. Oft kommen Rückmeldungen von Entlassenen: „Die Zeit im Knast habe ich nur ausgehalten, weil ich mich jede Woche auf den Chor freuen konnte.“ Singen im Gefängnis mit Ehrenamtlichen ist soziales Training für Menschen, die lernen müssen, Rücksicht zu nehmen, aufeinander zu hören und ein gutes Miteinander zu pflegen. Die integrative Chorarbeit leistet einen wichtigen Beitrag für eine erfolgreiche Resozialisierung.

 

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2. Platz
 

Arbeitskreis Heimatgeschichte im Schwarzwaldverein Gechingen e.V.

 
Der Arbeitskreis Heimatgeschichte betreut seit 20 Jahren das Gechinger Heimatmuseum „Appeleshof“. Bereits während des Umbaus des ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudes investierten die Mitglieder circa 6000 freiwillige Arbeitsstunden. Das Museum ist von April bis Oktober jeweils am 1. Sonntag des Monats geöffnet.Mehr

Der Arbeitskreis Heimatgeschichte betreut seit 20 Jahren das Gechinger Heimatmuseum „Appeleshof“. Bereits während des Umbaus des ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudes investierten die Mitglieder circa 6000 freiwillige Arbeitsstunden sowie weitere 6000 Stunden in die Restaurierung der Ausstellungsgegenstände. Das Museum ist von April bis Oktober jeweils am 1. Sonntag des Monats geöffnet. Da der Arbeitskreis von Anfang an ein „lebendiges Museum“ geplant hat, gibt es im Vergleich zu anderen Museen zwei wichtige Besonderheiten: Die Besucher finden im „Appeleshof“ keine langen Texte sondern treffen in jedem Zimmer auf eine Person, die die ausgestellten Gegenstände erklärt und Fragen beantwortet. Zum andern wird an jedem Öffnungssonntag eine Ausstellung zu einem speziellen Thema gezeigt, wie alte Handwerksberufe, Ausstellungen zur Ortsgeschichte, Hobbykünstlern präsentieren ihre Werke, Nachbargemeinden stellen sich vor. Es gibt Schwäbische Küche, Waschen wie zu Omas Zeiten. Den bisher rund 55 000 Besuchern bietet das Museum einen Blick in das Leben vor circa 100 Jahren. Es zeigt die Selbstversorgung der bäuerlichen Bevölkerung, die Lebens- und Arbeitswelt anhand einer voll ausgestatteten Wohnung, Schuhmacherwerkstatt, Fotoatelier, Tante-Emma-Laden, Schule und vermittelt Wissen durch persönliche Gespräche.

 

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3. Platz
 

Schwimmpatenschaft SV Freiberg

 
Der SV Freiberg hat Anfang 2014 das Projekt „Schwimmpatenschaft“ ins Leben gerufen. Er will, dass niemand aus sozialen Gründen auf Sport im Verein verzichten muss. Kinder aus einkommensschwachen Familien sowie Kindern von Asylbewerbern wird so die Möglichkeit gegeben, das Schwimmen zu erlernen und aktiv am Vereinsleben teilhaben zu können.Mehr

Der SV Freiberg hat Anfang 2014 das Projekt „Schwimmpatenschaft“ ins Leben gerufen. Er will, dass niemand aus sozialen Gründen auf Sport im Verein verzichten muss. Kinder aus einkommensschwachen Familien sowie Kindern von Asylbewerbern wird so die Möglichkeit gegeben, das Schwimmen zu erlernen und aktiv am Vereinsleben teilhaben zu können. Nach ersten guten Erfahrungen, wurde das Projekt Ende 2014 erweitert, sodass die Schwimmpatenschaft inzwischen auch für erwachsene Asylbewerber angeboten wird. So können sie an Schwimmkursen teilnehmen und haben Dank der kostenlosen Mitgliedschaft die Möglichkeit am altersgerechten Schwimmtraining in einer Trainingsgruppe teilzunehmen. Derzeit werden 16 Asylbewerber aus Syrien und Afrika in das Vereinsleben integriert. Außerdem bietet der Verein im Rahmen seiner Patenschaft noch ein kostenlose Bereitstellung oder finanzielle Förderung von Schwimmbekleidung und -ausstattung an und sichert allen Teilnehmern vollständige Anonymität gegenüber Trainern, Schwimmern und Eltern zu. Kinder die im Rahmen der Schwimmpatenschaft schwimmen gelernt haben (Seepferdchen) nehmen auch weiter aktiv am Vereinsleben teil. Nach den Schwimmern überlegt nun auch der Volleyballverein Freiberg ein ähnliches Projekt zu starten.

 

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nominiert
 

DDR-Museum Pforzheim

 
Seit 2001 besteht in Pforzheim – als einziges seiner Art in den alten Bundesländern – ein privates Museum, das die Erinnerung an die Jahre des geteilten Deutschlands und an das Leben unter der SED-Diktatur wach hält. Im Juli 2012 wurde die Stiftung „Lernort Demokratie – Das DDR-Museum Pforzheim“ gegründet.Mehr

Seit 2001 besteht in Pforzheim – als einziges seiner Art in den alten Bundesländern – ein privates Museum, das die Erinnerung an die Jahre des geteilten Deutschlands und an das Leben unter der SED-Diktatur wach hält, in der wenig Konkretes an das geteilte Deutschland erinnert. Das Museum hatte 2014 während der sonntäglichen Öffnungszeiten 900 Besucher. 1486 Schüler in 30 Klassen wurden an Werktagen von einem Gymnasiallehrer durch das Museum geführt. Nachdem im Juli 2012 zum Erhalt des Museums die vollständig ehrenamtlich geführte Stiftung „Lernort Demokratie – Das DDR-Museum Pforzheim“ gegründet wurde, hat eine Gruppe engagierter Menschen zusammen mit professionellem Sachverstand in den vergangenen beiden Jahren die Dauerausstellung neu konzipiert und in Form und Inhalt an die Zielgruppe der Jugendlichen angepasst. In der Konfrontation mit der SED-Diktatur soll das Bewusstsein für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geschärft werden. Statt einen enzyklopädischen Ansatz zu verfolgen werden exemplarisch Objekte aus der ehemaligen DDR zum Sprechen gebracht udn durch mediale Vertiefungsmöglichkeiten auf Tablet-PCs ergänzt. Mit der Neueröffnung im Oktober 2015 zeigt sich das DDR-Museum Pforzheim nun in neuem Gewand als "Lernort Demokratie".

 

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nominiert
 

Fußball mit Asylbewerbern, Ravensburg

 
Fußballtrainer Manuel Tolkmitt trainiert seit zwei Jahren ehrenamtlich einmal in der Woche junge männliche Asylbewerber aus Ravensburg und Weingarten. Er organisiert Wettbewerbe, plant Spiele und sorgt dafür, dass sie stattfinden. Manfred Reuter organisiert ehrenamtlich immer wieder notwendige Veränderungen, beispielsweise einen Hallenplatz im Winter, Flutlicht oder die Organisation bei Wettbewerben.Mehr

Fußballtrainer Manuel Tolkmitt trainiert seit zwei Jahren ehrenamtlich einmal in der Woche junge männliche Asylbewerber aus Ravensburg und Weingarten. Er organisiert Wettbewerbe, plant Spiele und sorgt dafür, dass sie stattfinden. Manfred Reuter organisiert ehrenamtlich immer wieder notwendige Veränderungen, beispielsweise einen Hallenplatz im Winter, Flutlicht oder die Organisation bei Wettbewerben. Über einen Spendenaufruf konnte durch die Unterstützung von Bürgern die erste Fußballausstattung organisiert werden, es kommen jedoch immer neue Flüchtlinge, die sich dem Training anschließen wollen und Unterstützung brauchen. Das Fußballtraining ist im Leben vieler Asylbewerber zu einem festen Bestandteil geworden. Nach drei Monaten Training hatten sich die „Africans United“ erstmalig beworben und sind gegen 14 Hobby-Fußball-Gruppen angetreten. Dabei belegten sie gleich den ersten Platz. In der Fußballszene werden sie geschätzt und zu Freundschaftsspielen eingeladen und auch von Vereinen zum Mitspielen angeworben. Sport ist ein gesundes Mittel, um „Dampf abzulassen“ und funktioniert auch ohne Sprache. Fußball überspielt alle Hindernisse, die Sprache wird spielerisch erworben und die Aufnahme in die Gemeinschaft gelingt ab dem ersten Kick.

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